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Sankt-Martin-Lied: Texte der bekannten Martinslieder

Sankt-Martin-Lied mit Text: Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, Laterne, Laterne, Ich geh mit meiner Laterne – plus Martinslegende zum Vorlesen.

Noritales TeamAdmin7 Minuten Lesezeit
Sankt-Martin-Lied: Texte der bekannten Martinslieder

Das bekannteste Sankt-Martin-Lied ist „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“; es erzählt, wie Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt. Dazu gehören „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und „Ich geh mit meiner Laterne“. Gesungen werden sie beim Laternenumzug rund um den Martinstag am 11. November. Hier findest du die traditionellen Texte und die Martinslegende als kurze Gute-Nacht-Geschichte.

Wer war Sankt Martin?

Martin von Tours lebte im 4. Jahrhundert. Als junger römischer Soldat soll er an einem kalten Wintertag vor dem Stadttor von Amiens einem frierenden Bettler begegnet sein. Er teilte seinen Mantel mit dem Schwert und gab ihm eine Hälfte. Später wurde Martin Mönch und Bischof von Tours. Der Martinstag am 11. November erinnert an ihn. In vielen Kitas, Schulen und Gemeinden gibt es an diesem Tag oder in den Tagen davor einen Laternenumzug, oft mit einem Martinsfeuer und Weckmännern oder Martinsbrezeln.

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind – Text

Das traditionelle Lied erzählt die Legende in mehreren Strophen. Hier die ersten drei:

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt' ihn warm und gut.

Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an.
„O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt're Frost mein Tod!“

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Ross stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt'
den warmen Mantel unverweilt.

In den weiteren Strophen reitet Martin davon, ohne Dank zu erwarten. Je nach Region gibt es kleine Textvarianten.

Laterne, Laterne – Text

Das kürzeste und bei kleinen Kindern beliebteste Martinslied – perfekt für Kinder ab etwa zwei Jahren:

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

Ich geh mit meiner Laterne – Text

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne,
und unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, wir gehn nach Haus,
rabimmel, rabammel, rabumm.

Je nach Region heißt es auch „Ein Lichtermeer zu Martins Ehr“ oder „Der Hahn, der kräht, die Katz miaut“ in weiteren Strophen.

Weitere bekannte Martinslieder

LiedFür welches AlterBesonderheit
Laterne, Laterneab 2 JahrenSehr kurz, eine Strophe
Ich geh mit meiner Laterneab 3 JahrenMit „Rabimmel, rabammel, rabumm“ zum Mitrufen
Sankt Martin ritt durch Schnee und Windab 4 JahrenErzählt die ganze Legende
Durch die Straßen auf und niederab 4 JahrenBeliebtes Umzugslied
Kommt, wir wolln Laterne laufenab 3 JahrenNeueres Kinderlied, in vielen Kitas gesungen

Die letzten beiden Lieder sind jüngeren Ursprungs; ihre Texte findest du in Liederbüchern oder bei deiner Kita.

Sankt Martin für Kinder erklärt – nach Alter

AlterSo kannst du es erklären
2–3 Jahre„Martin hat seinen warmen Mantel geteilt, damit ein Mann nicht friert. Wir tragen Laternen, damit es hell wird.“
4–6 JahreDie Geschichte mit Pferd, Schnee und Bettler erzählen; fragen: „Was würdest du teilen?“
7–10 JahreMartin als historische Person, Soldat und später Bischof; über Teilen und Helfen im Alltag sprechen

Gute-Nacht-Geschichte: „Der halbe Mantel“

Die Martinslegende, frei nacherzählt – zum Vorlesen am Abend nach dem Laternenumzug:

Es war ein kalter Abend vor langer, langer Zeit. Der Schnee fiel in dicken Flocken, und der Wind pfiff um die Mauern der Stadt. Auf einem großen Pferd ritt ein junger Mann. Er hieß Martin. Um seine Schultern lag ein roter Mantel, dick und warm.

Am Stadttor saß ein Mann im Schnee. Er hatte nur dünne Lumpen an und zitterte am ganzen Körper. Viele Leute gingen an ihm vorbei. Sie zogen ihre Mützen tiefer ins Gesicht und schauten weg.

Aber Martin hielt sein Pferd an. Er schaute den Mann an. Und er dachte: Ich habe einen warmen Mantel. Er hat gar nichts.

Martin hatte kein Geld dabei und kein Essen. Nur seinen Mantel. Da nahm er sein Schwert und schnitt den Mantel in der Mitte durch – ritsch! Eine Hälfte legte er dem Mann um die Schultern. Die andere behielt er selbst.

Der Mann schaute überrascht auf. Der Stoff war warm, so warm. „Danke“, flüsterte er. Martin nickte nur und ritt weiter, durch den Schnee, in die Nacht.

Mit einem halben Mantel ist es ein bisschen kälter, dachte Martin. Aber in seinem Herzen war es ganz warm. Denn wenn man teilt, wird nicht weniger daraus. Es wird mehr.

Und wenn heute Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen gehen, dann leuchten sie ein bisschen für Martin. Und für alle, die teilen. Gute Nacht.

Wenn du über Mut und Freundlichkeit weitersprechen möchtest, passt der Beitrag Mutmachgeschichte für Kinder.

Laterne basteln: eine einfache Anleitung

Zu den Liedern gehört die selbst gebastelte Laterne. Eine einfache Variante für Kinder ab etwa vier Jahren:

  1. Material: eine runde Käseschachtel (Boden und Deckel), Transparentpapier, Tonkarton, Kleber, Laternenstab mit elektrischem Licht.
  2. Boden und Deckel: Aus dem Deckel den Innenteil ausschneiden, sodass nur der Ring bleibt (das machen Eltern).
  3. Mantel: Ein Stück Transparentpapier so zuschneiden, dass es rund um die Schachtel passt. Dein Kind beklebt es mit Formen aus buntem Transparentpapier – Sterne, Mond, Blätter.
  4. Zusammenkleben: Den Mantel unten an den Boden, oben an den Ring kleben.
  5. Bügel und Licht: Einen Draht als Henkel befestigen und an den Laternenstab hängen.

Viele Kitas und Schulen empfehlen elektrische Laternenstäbe statt echter Kerzen – das ist sicherer im Gedränge eines Umzugs.

Bräuche rund um den Martinstag

  • Laternenumzug: Kinder ziehen mit Laternen durch die Straßen, oft angeführt von einem Reiter als Sankt Martin.
  • Martinsfeuer: In vielen Orten endet der Umzug an einem Feuer.
  • Weckmann oder Martinsbrezel: Ein Hefegebäck, das je nach Region anders heißt und aussieht und oft geteilt wird.
  • Martinssingen: In manchen Regionen ziehen Kinder von Tür zu Tür und singen für Süßigkeiten.
  • Martinsgans: Ein traditionelles Essen rund um den 11. November.

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Häufige Fragen

Wie geht der Text von St. Martin?

Das Lied beginnt mit: „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind.“ In den folgenden Strophen trifft Martin einen frierenden Mann im Schnee und teilt seinen Mantel mit dem Schwert.

Wie lautet das Lied von Sankt Martin?

Gemeint ist meist „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, ein traditionelles Lied, das die Martinslegende erzählt. Die ersten drei Strophen findest du oben in diesem Artikel.

Welche bekannten Martinslieder gibt es?

Am bekanntesten sind „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“, „Laterne, Laterne“, „Ich geh mit meiner Laterne“, „Durch die Straßen auf und nieder“ und „Kommt, wir wolln Laterne laufen“.

Wie geht der Text von Laterne, Laterne?

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne. Brenne auf, mein Licht, brenne auf, mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht.“ Das Lied hat nur diese eine Strophe und ist daher ideal für kleine Kinder.

Wann ist Sankt Martin?

Der Martinstag ist am 11. November. Laternenumzüge finden oft an diesem Tag oder an den Tagen davor und danach statt – frag am besten bei deiner Kita, Schule oder Gemeinde nach.

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